PRESSE 2006-08-03 Neue Westf舁ische Holpriger Start an die Spitze
Das Firmennetzwerk Ultimo wächst seit seiner Gründung kontinuierlich

"Das wird niemals funktionieren", hörte Jens Wörmann 1997 oft. Er hatte seine Arbeit als Bankfilialleiter aufgegeben, um sich selbstständig zu machen. Heute zählt das von ihm gegründete Firmennetzwerk Ultimo mit seinem Gesamtpaket für Bürodienstleistungen zu den größten Deutschlands -und der Dornberger blickt weiter nach vorne.

"Unser Netzwerk besteht aus Betriebswirten, Buchhaltern, und Unternehmensberatern, die Dienstleistungen rund um das Büro anbieten", erklärt Wörmann, "auch Spezialisten gehören dazu, wie etwa ein Fachmann für Entsorgungsmanagement." Auf 115 Mitglieder, Partner genannt, ist Ultimo inzwischen angewachsen.

Die Partner profitieren besonders von den Empfehlungen untereinander: Ein Unternehmer beauftragt etwa zu Anfang seiner Karriere einen Buchhalter von Ultimo. Wächst die Firma, braucht er auch einen Personalberater.
Den kann der Buchhalter ihm aus dem Netzwerk empfehlen. Ultimo sorgt mit zahlreichen Messeauftritten und Werbung für neue Kunden der Partner. Seit 2000 bietet die Firma zusätzlich zu den Bürodienstleistungen mit dem zweiten Netzwerk q2b auch Marketingdienstleistungen an.

"Ich wollte die Kunden eingehender beraten", begründet der 38-Iäh.rige seine Entscheidung, 1997 aus dem krisensicheren Bank-Job auszusteigen. Deren Regeln waren ihm zu eng und zahlen fixiert.
Doch sein Weg in die Selbständigkeit startete holprig. Seine Firma bot Beratung für Buchführung, Steuern und Personal an und startet als Franchisenehmer eines jungen Bürodienstleisters.

Von diesem fühlte er sich aber schlecht unterstützt und musste zudem hohe Beträge abfuhren. Daher löste er den Vertrag auf.
"So stand ich dann da mit meiner Firma und meinen 20 Kunden, die ich weiter betreuen wollte", blickt der studierte Betriebswirt zurück. Wörmann ging in die Offensive. Zunächst erarbeitete er, zusammen mit seinen Kunden, das Image der neuen Firma Ultimo. Ein knalliges Blau, laut Farbpsychologie ein Signal für Vertrauen, wurde zum Markenzeichen. Mit großen Anzeigen etablierte Ultimo sich am Markt. Der moderne Auftritt bescherte der jungen Firma zahlreiche Anfragen anderer Bürodienstleister, die von Ultimos Auftritt angetan waren. Zu dieser Zeit wurde die Idee geboren, die Firma zu einem Netzwerk auszubauen. Die ersten 15 Partner bekamen das Konzept noch gratis; für Wörmann eine Möglichkeit auszuprobieren, ob es auch bei anderen Firmen oder Selbständigen funktioniert.

Der Erfolg gab dem Unternehmer Recht. Zu Ultimo zahlen heute auch Partner in der Schweiz und in Osterreich. Derzeit ist das Netzwerk laut Wörmann im Bereich Buchführung bundesweit der zweitgrößte Anbieter seiner Art, mit der Kombination aus verschiedenen Bürodienstleistungen sogar Marktführer.

Die Partner decken alle Leistungen rund um die Büroverwaltung ab: von der Gründungsberatung bis zum Krisenmanagement. Zudem wurde Ultimo vom Unternehmermagazin impulse zu einem der 100 besten Franchisesysteme in Deutschland gewählt. Obwohl Wörmann konsequent betont, dass Ultimo mehr Unabhängigkeiten bietet, als übliche Franchise-Unternehmen.

"Wir sind günstiger und freier als die gängigen Franchisesysteme", resümiert Wörmann. Bekannte Franchisegeber schreiben den Franchisenehmers oft genau vor, wie ihr Geschäft zu führen ist und verlangen Einstiegs- und laufende Franchisegebühren.

Bei Ultimo zahlen die Partner bis zu 280 Euro monatlich, je nach wahrgenommener Leistung. Dafür können sie, neben der gemeinsamen Vermarktung, zum Beispiel auf eine Telefonhotline zurückgreifen, deren Mitarbeiter sie bei Buchungsfragen oder Softwareproblemen beraten. Ob sie aber etwa im Briefkopf auf Ultimo verweisen, ist den Partnern freigestellt.

Wörmann blickt entspannt in die Zukunft: ?Wir bekommen etwa 15 Partner im Jahr dazu. So soll es auch künftig weitergehen."