Vorsicht bei der Umsatzsteuer in Gutschriften

Ein Kleinunternehmer, der von seinem Kunden eine Gutschrift - z. B. fr Provisionen - mit ausgewiesener Umsatzsteuer empf舅gt, kann Schuldner der zu Unrecht ausgewiesenen Umsatzsteuer werden. Dies gilt, wenn er einer Gutschrift nicht widerspricht bzw. - wie im verhandelten Fall geschehen - die Gutschrift unterzeichnet und an den Leistungsempf舅ger zurcksendet.

Dies entschied das Finanzgericht Mnster im vergangenen Jahr mit folgender Begrndung:

"Wer in einer Rechnung einen Steuerbetrag ausweist, obwohl er zum gesonderten Ausweis der Steuer nicht berechtigt ist, schuldet den ausgewiesenen Betrag (ァ 14 c Abs. 2 Satz 1 UStG). ァ 14 c Abs. 2 UStG "beruht" auf Art. 203 MwStSystRL. Nach dieser Bestimmung schuldet jede Person, die die Mehrwertsteuer in einer Rechnung ausweist", diese Steuer."

(FG Mnster, Urteil v. 9.9.2014 - 15 K 2469/13 U; Revision zugelassen).

Grunds舩zlich gilt also fr alle, die mit Gutschriften arbeiten, dass der Empf舅ger durch eine bewusste Annahme gleichzeitig die zu Unrecht ausgewiesene Steuer schuldet. Auf diesen Umstand sollten Sie als Kleinunternehmer achten.

 

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