PRESSE 2015-01-12 - Expertenverbund Ultimo: Augen auf bei der Beraterwahl


Berater kosten viel Geld. Das haben schon viele Unternehmen erfahren drfen. Insbesondere kleine und mittlere Betriebe haben h舫fig einen gro゚en Beratungsbedarf, zugleich aber die Sorge, dass die Investition in einen Berater sich nicht lohnen knnte. Das liegt auch daran, dass Unternehmensberater gleich welcher Thematik oder welchen Fachgebiets von einem Vertrauensvorschuss leben. Die Ergebnisse zeigen sich eben erst hinterher. Berater, oder neudeutsch Consultant, ist auch kein eigener Berufsabschluss, keine definierte Ausbildung man kann Berater sein nicht an einer Hochschule lernen. Und so sind es oft nur weiche Faktoren, die eine Entscheidung fr oder gegen einen bestimmten Berater beeinflussen. Der interdisziplin舐e Expertenverbund Ultimo mit Sitz in Bielefeld hat jetzt fnf Kernpunkte entwickelt, die insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen helfen sollen, sich fr den richtigen Berater zu entscheiden.

Хiele Berater haben eine sehr ausgeklgelte Marketing- und Kommunikationsstrategie, erkl舐t Jens Wrmann, Gesch臟tsfhrer des interdisziplin舐en Expertenverbundes Ultimo. Sie zeigten Kompetenz auf schicken Websites, in modernen Broschren und verfgen in aller Regel auch ber berauschende Kundenstimmen. Дavon darf man sich nicht blenden lassen, warnt Wrmann. Der Wettbewerb unter Consultants sei sehr gro゚, Marketing spiele deswegen eine viel wichtigere Rolle als in vielen anderen Branchen. Es lohne sich, hinter die Fassaden zu schauen. Halten dann Kompetenz, Referenzen, Praxisbeispiele, Ausbildungen und Zertifikate, Projektbeispiele und persnlich menschliche Faktoren dem Werbebild stand, sei das schon ein gutes Zeichen. Тein und Schein sollten passen. Nicht jeder braucht einen Hochglanzberater. Manchmal ist ein zupackender Untersttzer besser geeignet, so Wrmanns Fazit. Es lohne sich, genau hinzuschauen und die Кultur des Beraters mit den Werten und Anforderungen des eigenen Unternehmens abzugleichen. Versprechungen lsten keine Probleme, nur Ergebnisse und Taten.

Aus diesem Grund hat Ultimo bei seinen fnf Kernpunkten die Themen Marketing und Werbeauftritt komplett au゚en vor gelassen. ワbrig geblieben sind andere Aspekte wichtige, wie der Diplom-Betriebswirt meint.

Punkt 1: Formalqualifikationen und Praxis-Know-how

Ein Berater sollte neben einem BWL- oder VWL-Studium auch ber weitere Ausbildungen oder Praxiserfahrungen in seinem Fachgebiet verfgen. Welche Schwerpunkte hatte er im Studium? Worber hat er seine Diplomarbeit verfasst? In welchen Unternehmen hat er als Angestellter oder selbst舅diger Projektleiter schon gearbeitet und mit welchem Ergebnis? Das alles sollte er schriftlich vorlegen und beweisen knnen. Gerade in den gro゚en Beratungsgesellschaften fehlt leider diese Berufspraxis h舫fig von der Uni in die Beratungsfabrik. Ein bewegter Lebenslauf mit mehreren Stationen, aber auch mit formalen Abschlssen ist das A und O fr einen Berater.

Punkt 2: Persnlichkeit

Ein guter Berater denkt weiter. Er sieht auch die Themen und Herausforderungen neben dem eigenen Auftrag und bezieht viele Aspekte in seine Arbeit mit ein. Er braucht eine Пroblemerkennungskompetenz, aber auch die Begabung und die F臧igkeit, diese unter Zeitdruck, mit knappen Ressourcen und im Einklang mit dem Auftraggeber und seinem Team zu lsen. Das erfordert besonderes persnliches Format und den Mut, Entscheidungen zu treffen und Priorit舩en zu setzen.

Punkt 3: Mandatstreue

Manche Berater neigen dazu, ihr Mandat auszuweiten und sich leider oft ungebeten auch den Themen anzunehmen, die sie im Rahmen ihres Mandats nebenbei erkennen, ohne dafr beauftragt worden zu sein. Das Ergebnis: hhere Stundenaufw舅de und damit meist hhere Rechnungen. Gute Berater bleiben eng an ihrem Mandat, beziehen aber die gewonnen Zusatzerkenntnisse in ihr eigenes Handeln ein. Weitblick ist sinnvoll, Fokussierung aber auch. Eine neue Aufgabe erfordert ein neues Mandat. Eine genaue Auftragskl舐ung und den Mut zur Abgrenzung zeichnen faire Berater aus. In dem Zusammenhang sollten Unternehmen auch sehr genau schauen, wie die Vergtungsmodelle der Berater aussehen. Stunden- oder Tagess舩ze sind nicht immer die beste Wahl.

Punkt 4: Verhandlungsgeschick und Objektivit舩

Berater sind auch immer Diplomaten. Oft werden sie eingebunden in Projektteams, bei Gespr臘hen mit Banken oder Lieferanten oder in Verhandlungen. Ihr externer Blick soll dabei fr Objektivit舩 sorgen. Und doch sind sie oft in einer Sandwich-Position zwischen dem Management als Auftraggeber, den Kollegen und Mitarbeitern, den richtigen Schritten und Ma゚nahmen und der eigenen Mandatssicherung. Verhandlungs- und Kommunikationsgeschick, Objektivit舩 und die klare Trennung verschiedener Rollen und Aufgaben sind deswegen fr erfahrene Berater unabdingbar.

Punkt 5: zeitliche Ressourcen versus Schubladenlsungen

Wer als Berater ber genug Erfahrung in der Praxis verfgt, kennt den Spagat zwischen die Kosten sollen niedrig bleiben und das Thema ist eilig sowie den eigentlich notwendigen zeitlichen Ressourcen. Wie ehrlich ist der Berater hier schon zu Beginn des Mandats? Ein wichtiges Kriterium. Wer zu wenig einsetzt oder einsetzen kann vielleicht auch, weil bereits Folgemandate warten wird eventuell zu standardisierten Schubladenlsungen neigen. Die knnen aber gerade kleine und mittlere Unternehmen in der Regel nicht brauchen. Kreativit舩, freie Kapazit舩en, hohe Einsatzbereitschaft und den Mut, zeitliche Erfordernisse klar zu benennen zeichnen deswegen gute Berater besonders aus.

Цer einen Berater beauftragt, darf ruhig berdurchschnittliche Erwartungen haben, fasst Wrmann zusammen. Der Markt biete viele Mglichkeiten. Es gebe keinen Mangel an Beratern aus allen Bereichen. Der Wettbewerb sei gro゚. Deswegen lohne es sich, den Markt und die Beraterlandschaft zu sondieren. Nicht jeder passe zu jedem im Gegenteil: die falsche Entscheidung knne teuer werden.

Цer nach diesen Kriterien vorgeht, macht nicht nur seine Beratungsergebnisse besser, sondern hilft auch dem Berater, seinen Job besser zu machen, so Wrmanns Fazit. Beide Seiten verdienten Ehrlichkeit und Respekt und manchmal auch den Mut, sich fr- oder eben gegeneinander zu entscheiden, Auch das sei ein Beitrag zu Qualit舩.

 

 

12.01.2015 ゥ Franchisedirekt.com